Schwere Ausschreitungen nach Fußballspiel
Nach dem Regionalliga-Spiel des TSV 1860 München II und Waldhof Mannheim ist es am Samstag im Münchner Stadtteil Giesing zu schweren Ausschreitungen gekommen. Mehrere Hundert Fußballanhänger beider Lager gingen vor dem Stadion an der Grünwalder Straße aufeinander los. Die Polizei musste Schlagstöcke und Pfefferspray einsetzen, um die Hooligans von einander zu trennen. 1860 hatte das Spiel mit 1:4 verloren.
Stand: 21.12.2008
Wie ein Polizeisprecher gegenüber dem Bayerischen Rundfunk erklärte, sollen sich die verfeindeten Gruppierungen zu der Massenschlägerei vor dem Stadion verabredet haben. Die gestrigen Vorfälle bedeuteten für die bayerische Landeshauptstadt eine neue Dimension der Gewalt, die von randalierenden Fußballfans ausging. Erstmals, so der Beamte weiter, hätten sich Hooligans von 1860 München und des FC Bayern München zusammengetan, um gemeinsam gegen eine angereiste Gruppe vorzugehen.
Schon bei der Anfahrt war ein Bus mit Mannheimer Fans beworfen worden. Nach einer ruhigen ersten Halbzeit, versuchten dann Fans beider Lager die Zäune zu übersteigen. Dabei sei es nur "durch den massiven Polizeieinsatz gelungen, Sachschäden und eine Massenschlägerei zwischen den Fanblocks zu vermeiden", hieß es in einer Pressemitteilung.
Mehrere Menschen wurden verletzt, darunter auch Polizeibeamte. Zu Festnahmen sei es kaum gekommen, da die Polizei alle Hände voll zu tun hatte, den Ausbruch der Gewalt einzudämmen. Die Busse der Mannheimer Fans wurden anschließend von der Polizei aus der Stadt geleitet.
Im Hinspiel im August waren die Hooligans beider Mannschaften in Mannheim noch im Stadion aneinandergeraten. Das Spiel musste damals für eine halbe Stunde unterbrochen werden.
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